Basel war unhöflich

Wir setzen wieder einmal einen plakativen, provozierenden Titel! Aber nett war es ja wirklich nicht, dass die Basler den Göteborgern fünf Minuten vor deren Trainingsschluss das Licht abdrehten.

Irgendwie begann die Gastunfreundschaft mit der Medienkonferenz von Christian Gross am frühen Nachmittag. Ein Journalist der eigentlichen Hauszeitung stellte dem Coach die Frage nach dem Vorteil des besseren Terrains im Joggeli auf Englisch, damit die schwedischen Kollegen auch etwas davon hatten. Ratzfatz butzte ihn Gross ab. "Solche Gastfreundschaft erleben wir im Ausland nicht. Vielleicht sollten wir diese ablegen, um uns mehr Respekt zu verschaffen", sagte er auf Schwyzertütsch. Unrecht hat er damit ja nicht, und im Fussball geht es ja auch nicht darum, Freunde zu gewinnen – sondern Spiele.

Am Abend hatte dann Blåvitt seinen Auftritt im St.-Jakob-Park. Erst der stets freundliche Stefan Rehn, dann die Truppe im Stadion. Ein 60-minütiges Training stand IFK Göteborg gemäss den Reglementen zu. Viel zu viel muss irgendein Haustechnker oder ein fauler Abwart gedacht haben. Nach 55 Minuten stellte er kurzerhand das Licht ab – und nicht mehr an. Göteborg trainierte im Dunkeln fertig und dürfte zusätzliche Energie für das heutige Spiel getankt haben. Aber vielleicht dachte sich der Ablöscher ja auch nur, dass sich die Schweden Dunkelheit ja viel mehr gewohnt sind als zu viel Licht...

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Was soll das?