Debütanten-Gala

Das war ein Einstand nach Mass! Im ersten Spiel unter Ottmar Hitzfeld gewinnt die Schweiz gegen Zypern 4:1. Die Zyprioten waren ein bescheidener Gegner. Na und?

Letztmals vier Tore schoss die Schweiz vor der WM im Hardturm gegen China, das noch schlechter war. Fast schon begeistert haben uns die Neulinge. Alain Nef war recht hinten ein grundsolider Wert, der offensiv mit seinem Tor und der Vorbereitung des 2:0 in einem Länderspiel vermutlich mehr nutzbare Akzente setzte als Philipp Degen und Stephan Lichtsteiner zusammen.

Almen Abdi durfte zwar erst nach einer Stunde ran, vertrat aber Hakan Yakin mindestens gleichwertig. Der FCZ-ler hatte sicher den Vorteil, schon einige Ernstkämpfe in den Beinen zu haben. Debütant Nummer drei resp. eigentlich eins war Valentin Stocker. Der jüngste war der beste! Nach 7:36 schoss er in seinem ersten Länderspiel gleich ein Tor – mindestens gefühlter Landesrekord. Auch sonst überzeugte er auf der linken Seite sehr. Sandro Burki dürfte fünf Minuten spielen; wir wollen nicht ausschliessen, dass dies seine einzigen fünf Minuten im A-Team bleiben werden. Wir jubeln und sind voll des Lobes. Über die Schwächen und Probleme, die zu sehen waren, hüllen wir für einmal den Mantel des Schweigens. Man führe sich einfach noch einmal das 4:1 vor Augen: Derdiyok (Jahrgang 1988) lanciert rechts Valon Behrami (Jg. 85) in die Tiefe, dieser sieht in der Mitte Abdi (Jg. 86), der mit einem feinen Absatztrick Johan Vonlanthen (Jg. 86) freispielt. So macht Fussball Freude, den im Stadion leider nur 14'500 Zuschauer sehen wollten.

Und hier die Kurzzusammenfassung: Stocker, Nef und abdi werden wir noch mehr sehen.

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