Nachgetragene Gedanken

Weil wir gerade vom Vater Staat (resp. Grossvater Staat, weil Zivilschutz) in Anspruch genommen gewesen waren in dieser Woche, ist wenig Aktzuelles angefallen. Doch rückblickend noch einige Gedanken zum heroischen 0:1 gegen Nigeria – eine ehrenvolle Niederlage. Wär häts erfunde?

Köbi Kuhn sagte im Tages-Anzeiger-Interview sinngemäss, dass die Vorbereitungsspiele eigentlich keine neuen Erkenntnisse gebracht hätten.
– Das ist zumindest ein spannender Ansatz. Wir gewannen immerhin die Erkenntnis, dass Hakan Yakin international definitiv keine Akzente mehr zu setzen vermag. Dass Pascal Zuberbühler ungleich einem feinen Rotwein ist, der mit dem Alter besser wird. Dass Stephan Lichtsteiner an guten Tagen ebsser als Philipp Degen ist, an schlechten aber genauso wirr. Dass Marco Streller das Tor wieder trifft. Dass Blaise Nkufo das Tor im Nationalteam weiterhin nicht trifft. Dass Fabio Celestini noch unauffälliger spielen kann als zuletzt Johann Vogel. Dass Gökhan Inler mehr als nur ein Talent ist. Dass Fabio Coltorti mit den Nationalteam-Goalie-Leibchen Bälle halten kann (gelingt ihm ja nicht in jedem Shirt resp. gelang). Dass Mario Eggimann mehr als nur eine Alternative ist. Dass dies auch für Gelson Fernandes gilt.

Ausserdem, so Kuhn, sei die Erweiterung des Sichtungskaders auf 40 Spieler vor allem mit Blick auf die Zukunft und die WM-Qualifikation 2010 passiert.
– Heisst das konkret, dass wir mit Zuberbühler, Coltorti, Benaglio an die EM gehen. Mit Philipp Degen, Valon Behrami, Patrick Müller, Philippe Senderos, Johann Djourou, Stéphane Grichting, Ludovic Magnin und Christoph Spycher. Mit Johan Vonlanthen, Daniel Gygax, Tranquillo Barnetta, Blerim Dzemaili alt. David Degen, Gökhan Inler, Hakan Yakin, Xavier Margairaz sowie Marco Streller und Alex Frei???

Man hätte sich damit die 15 Testspiele (oder wieviele es auch immer genau waren seit der WM) schenken können. Die Konsequenzen? Man hätte viel Geld gespart und es wären auch viele Spieler nicht verletzt worden in den überanstrengenden Zusammenzügen... Wenigstens haben sie es ja lustig miteinander. Fascht e Familie – war schliesslich auch eine Comedy-Serie...

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